07.06.2021 Produkte

ROLAND-Ranking: In welchen Fällen am meisten geklagt wird

In welchen Rechtsangelegenheiten haben Privatkunden 2020 am häufigsten ihren Versicherungsschutz in Anspruch genommen? ROLAND Rechtsschutz hat die Zahlen ausgewertet und ein aufschlussreiches Ranking erstellt.

Streit mit dem Nachbarn: Der vermeintliche Rechtsschutzklassiker belegt in der ROLAND-Statistik nur Platz fünf. (Foto: © Tom Bayer - stock.adobe.com)
Streit mit dem Nachbarn: Der vermeintliche Rechtsschutzklassiker belegt in der ROLAND-Statistik nur Platz fünf.
(Foto: © Tom Bayer - stock.adobe.com)

Auch das Rechtsschutz-Jahr 2020 stand offenbar ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Das hat eine aktuelle Auswertung von mehr als 414.000 Leistungsfällen der ROLAND Rechtsschutz ergeben. Der Versicherer hat die fünf am häufisten in Anspruch genommenen Rechtsschutzkategorien ermittelt.

Corona hievt Vertragsstreitigkeiten auf Platz 1., Verkehrsrecht auf 2.

 

Reisebuchung, Autokauf, Wohnungsmiete – Rechtsstreitigkeiten um klassische Verträge erreichten im Jahr 2020 mit mehr 79.000 Leistungsfällen den Spitzenwert bei ROLAND. Konflikte im Straßenverkehr – laut Versicherer jahrelang das größte Thema für Privatkunden – liegen mit zuletzt knapp 66.000 Fällen auf dem zweiten Platz. Hier geht es klassischerweise um Bußgelder oder den Führerscheinentzug wegen überhöhter Geschwindigkeit sowie um Delikte wie Fahrerflucht oder fahrlässige Körperverletzung nach einem Autounfall. 

Kontakt- und Reisebeschränkungen sorgen für Ärger

 

Als Ursache für den Anstieg von Auseinandersetzungen um Verträge vermutet der Versicherer die Folgen der Anti-Corona-Maßnahmen. Gemeint sind damit insbesondere Einschränkungen bzw. Nichteinhaltung vertraglich vereinbarter Leistungen. So mussten viele Deutsche aufgrund der Kontakt- und Reisebeschränkungen ihre Urlaubspläne ändern, saßen zu Hause oder sogar im Ausland fest. „Daher kam es vermehrt zu Rechtsstreitigkeiten mit Reiseveranstaltern, Hoteliers oder Fluggesellschaften“, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Tyische Rechtsschutzfälle: Arbeitsplatz, Schadenersatz und Wohnen auf den weiteren Plätzen

 

Konflikte rund um den Arbeitsplatz stellen nach der ROLAND-Auswertung mit rund 44.000 Leistungsfällen das drittgrößte Rechtsrisiko für Privatkunden. Das sind knapp 2000 mehr als im Vorjahr. Hier hätten insbesondere Rechtsstreitigkeiten um Kurzarbeit, Homeoffice & Co. für einen Anstieg gesorgt, so die Einschätzung des Versicherers.

Auf dem vierten Platz liegen Schadenersatz-Streitigkeiten mit 41.000 Leistungsfällen, die ROLAND regelmäßig separat ausweist. Hier geht es darum, Schadenersatz- und Haftungsansprüche gegen Dritte durchzusetzen. Besonders häufig kommt dies im Zusammenhang mit Unfällen vor, bei denen Menschen verletzt wurden.

Auf dem fünften Platz folgen Streitigkeiten rund ums Wohnen. Mehr als 32.000 Leistungsfälle hat ROLAND im Jahr 2020 für Konflikte von Eigentümern, Mietern und Vermietern bearbeitet. Häufig kommt es in der Kategorie Grundstücke und Immobilien zu Streitigkeiten unter Nachbarn – wegen zu lauter Musik, Kinderlärm oder Hundegebell. Auch zwischen Vermietern und Mietern gibt es immer wieder rechtliche Probleme, etwa wegen ausstehender Mietzahlungen, zu hoher Nebenkosten oder Eigenbedarfskündigungen.


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