Talanx mit Rekordgewinn
Die in Hannover beheimatete Talanx-Gruppe hat ihr Konzernergebnis im vergangenen Jahr um gut ein Viertel auf knapp 2,5 Milliarden Euro gesteigert. In diesem Jahr ist ein weniger spektakuläres, aber dennoch deutliches Plus geplant.

(Foto: Talanx/Thomas Bach)
Die Talanx-Gruppe, zu der unter anderem der Versicherer HDI gehört, hat ihr Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2025 um gut 25 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 2,48 Milliarden Euro gesteigert – 2024 standen unter dem Strich knapp 1,98 Milliarden Euro. Basis sind die vorläufigen konsolidierten, aber noch nicht testierten Zahlen. Die positive Entwicklung sei von einem starken operativen Geschäft und einem günstigen Schadenverlauf im zweiten Halbjahr getrieben worden, teilten die Niedersachsen mit. Anfang 2025 kosteten die Waldbrände in Los Angeles vor allem die Talanx-Rückversicherungstochter Hannover Re viel Geld. Allerdings blieben weitere kostspielige Katastrophen etwa durch Hurrikane weitgehend aus. Zu dem starken Ergebnis hätten die Erst- und die Rückversicherung einen gleich großen Anteil beigetragen. Der Versicherungsumsatz wuchs den Angaben zufolge währungskursbereinigt um fünf Prozent (in Euro um zwei Prozent) auf 49,0 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite stieg um 1,8 Prozentpunkte auf voraussichtlich 19,7 Prozent.
Auch für 2026 optimistisch
Den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2025 wird die Talanx-Gruppe bei der Veröffentlichung des testierten Jahresabschlusses Mitte März bekanntgeben. Entsprechend der langfristigen Dividendenpolitik strebt der Vorstand einen Wert an, der über dem Vorjahreswert von 2,70 Euro je Aktie liegt und die sehr gute Entwicklung des Geschäftsjahres reflektiert. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzziele bis 2027 hatten die Niedersachsen sich eine weitere deutliche Erhöhung der Dividende um etwa 50 Prozent auf 4,00 Euro vorgenommen. Der Vorstand um den Vorsitzenden Torsten Laue bestätigt sein im November 2025 angehobenes Ergebnisziel von ungefähr 2,7 Milliarden Euro für das laufende Jahr 2026. Damit würde der ursprünglich für 2027 prognostizierte Wert von mehr als 2,5 Milliarden Euro bereits ein Jahr früher als geplant erreicht und übertroffen.
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