25.10.2019 Maklerwelt

GfK-Studie belegt mangelhaftes Finanzwissen

Hohe Unwissenheit bei Gebühren und Provisionen kostet Kunden am Ende Geld.

Nachholbedarf: Die Deutschen haben wenig Ahnung von den Kosten der Geldananlage. (Foto:  Jan Vašek/Pixabay)
Nachholbedarf: Die Deutschen haben wenig Ahnung von den Kosten der Geldananlage.
(Foto: Jan Vašek/Pixabay)

Die Sparzinsen sind niedrig, das Finanzwissen der Deutschen zu Geldanlage-Kosten ist aber geradezu „unterirdisch“. Das hat eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Finanzdienstleisters Rentablo zum Weltspartag (30. Oktober) ergeben. Die Sparer verschenken so jedes Jahr mehrere Milliarden Euro, lautet das Fazit, denn einige Kosten bei der Geldanlage ließen sich vermeiden.

Bei der Frage zu den monatlichen Kosten des Girokontos fühlte sich die Mehrheit der Deutschen noch auf der sicheren Seite. Drei von vier Befragten (76 Prozent) bejahten die Frage, die ihnen von GfK Anfang Oktober gestellt wurde. Aber schon bei den sonstigen Gebühren eines Girokontos, etwa für Bar-Abhebungen oder SMS für den TAN-Versand beim Online-Banking, war nur noch jeder Dritte (35 Prozent) der Meinung, die Kosten in etwa zu kennen. Die Kaufnebenkosten und die laufenden Kosten einer eigenen Immobilie waren laut Umfrage immerhin noch etwa jedem Vierten vertraut, die laufenden Kosten eines Wertpapierdepots noch fast jedem Fünften.

Unwissenheit über Provisionen

 

Ansonsten aber ist das Finanzwissen rund um die Kosten der Geldanlage stark begrenzt. Die Abschlussprovisionen von Lebensversicherungen (elf Prozent), Rentenversicherungen (neun Prozent) oder Investmentfonds (neun Prozent) kennt nach eigener Einschätzung nur etwa jeder Zehnte. Etwas besser sah es bei den Abschlussprovisionen von Bausparverträgen (15 Prozent) aus. Die Bestandsprovisionen von Lebens- und Rentenversicherungen sowie Investmentfonds kennt hingegen laut Umfrage fast niemand auch nur annähernd.

„Dabei können gerade Fonds-Sparer ihre Rendite deutlich verbessern, indem sie sich Abschluss- und Bestandsprovisionen erstatten lassen“, sagt André Rabenstein, Geschäftsführer von Rentablo. „Während der Gesetzgeber den Kunden von Lebens- und Rentenversicherungen die Provisionserstattung leider verwehrt, ist sie beim Fondssparen erlaubt“, so Rabenstein. Er rät mit Blick auf den anstehenden Weltspartag zu mehr Finanzbildung: „Wer sparen will, sollte schon bei den Kosten der Geldanlage mit dem Sparen anfangen."


Weitere Artikel

Listing

15.04.2021 Maklerwelt

Lebenslanges Lernen – Alltags­geschäft für den Vertrieb

Die Brancheninitiative der Versicherungswirtschaft „gut beraten“ zieht eine positive Bilanz. Vermittler nehmen ihre Weiterbildungsverpflichtung ernst.

> weiterlesen
Listing

17.03.2021 Maklerwelt

Wie die Corona-Pandemie die Ausbildungschancen verändert

Laut einer aktuellen Umfrage glaubt die Hälfte der jungen Menschen, dass sich die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt insgesamt verschlechtert haben. Die persönliche Situation und die beruflichen Perspektiven werden jedoch nicht ganz so negativ gesehen. Gute Möglichkeiten und freie Stellen bietet der Versicherungsvertrieb.

> weiterlesen
Listing

18.02.2021 Maklerwelt

385.000 Euro: Förderverein engagiert sich für Aus- und Weiterbildung von Maklern

Zwei neue Mitglieder unterstützen künftig über den Förderverein der Deutschen Makler Akademie die Aktivitäten des Bildungsträgers der Versicherungswirtschaft. Die finanziellen Beiträge sollen vor allem in die Qualitätssteigerung von Aus- und Fortbildung fließen.

> weiterlesen