11.03.2026 Branche

Neue Studie: Sicherheit bei der Geldanlage Trumpf

Eine aktuelle Umfrage der Versicherungsgruppe BarmeniaGothaer zeigt: Sicherheit bleibt für die Bürger das vorrangige Kriterium bei der Geldanlage.

Geldanlage dient den Meisten dazu, die eigenen finanziellen Verhältnisse zu stabilisieren. (Foto: Ibrahim Boran/Unsplash)
Geldanlage dient den Meisten dazu, die eigenen finanziellen Verhältnisse zu stabilisieren.
(Foto: Ibrahim Boran/Unsplash)

Sicherheit bleibt das zentrale Motiv bei der Geldanlage in Deutschland: 47 Prozent der Befragten nennen eine möglichst hohe Sicherheit als wichtigsten Aspekt – deutlich vor Flexibilität (26 Prozent), Rendite (13 Prozent) oder einem Beitrag zur Nachhaltigkeit (8 Prozent). Das ist ein Ergebnis der aktuellen Anlegerstudie der BarmeniaGothaer in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa. „Geldanlage wird weiterhin als Instrument zur Sicherung der eigenen Stabilität verstanden, weniger als reine Renditechance“, sagt Anton Buchhart, Vorstand des BarmeniaGothaer Asset Managements. „Die hohe Sicherheitsorientierung ist Ausdruck eines wachsenden Bedürfnisses nach Planbarkeit in unsicheren Zeiten.“

Sorge wegen globaler politischer Veränderungen 



Die Studie zeigt zudem eine Verschiebung in der Risikowahrnehmung. Standen zuletzt die Folgen des Klimawandels im Vordergrund, rücken nun globale politische Veränderungen in den Fokus. 83 Prozent der Befragten befürchten, dass globale politische Veränderungen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität gefährden (2025: 81 Prozent). Damit lösen sie die Klimasorgen als wichtigste Einflussgröße ab. Aktuell sorgen sich noch 78 (Vorjahr: 84) Prozent der Anlegerinnen und Anleger, dass die Folgen des Klimawandels höhere Kosten bedeuten. Ebenfalls weit verbreitet ist die Befürchtung, dass sich aufgrund geopolitischer Spannungen die eigene finanzielle Situation verschlechtert. Derzeit äußern sich 75 Prozent der Befragten so, 2025 waren es 71 Prozent. Die Inflation zählt weiter zu den zentralen Sorgen bei der Geldanlage. 2025 befürchteten 67 Prozent steigende Preise sowie eine daraus resultierende Entwertung ihrer Geldanlagen, 2026 sind es 63 Prozent. Mehr als jeder Zweite (52 Prozent) sorgt sich zudem, dass die eigenen Geldanlagen später nicht ausreichen könnten, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Der Wert stieg gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozentpunkte.

 

Garantien wichtiger als Renditechancen

 

Die Sicherheitsorientierung spiegelt sich auch in der Produktpräferenz wider: 75 Prozent der Befragten bevorzugen ein Anlageprodukt mit garantiertem Auszahlungsbetrag – selbst dann, wenn sie dafür auf eine höhere Rendite verzichten müssten. „Sicherheit ist mittel- und langfristig betrachtet kein Gegensatz zu Wachstum“, erklärt Anton Buchhart. „Langfristiger Vermögensaufbau braucht Diversifikation und eine Strategie, die einzelne oder temporäre Schwankungen aushalten kann. Sicherheit im Sinne einer täglichen vollen Verfügbarkeit kann jedoch zu keinem nennenswerten Vermögensaufbau führen.“

Versicherer als Stabilitätsfaktor

 

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Rolle langfristig orientierter institutioneller Anleger an Bedeutung. „Unsere Aufgabe ist es, Unsicherheit in Planbarkeit zu übersetzen“, betont Buchhart. „Das bedeutet: individuelle Risikoprofile, transparente Beratung und langfristige Perspektiven statt kurzfristiger Marktreaktionen. Gerade in Phasen erhöhter Volatilität zeigt sich, wie wichtig solide Kapitalanlage, breite Diversifikation und nachhaltige Steuerung von Risiken sind.“ Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass finanzielle Sicherheit weit über individuelle Vorsorge hinausgeht. Sie ist ein Baustein gesellschaftlicher Stabilität und wird zur Absicherung gegen politische, wirtschaftliche und demografische Risiken genutzt, um finanzielle Resilienz zu schaffen. „Finanzielle Resilienz bedeutet, auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig zu bleiben“, erklärt der Vorstand.


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